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Arthrose – Diagnose unheilbar

Ziemlich überall las ich den ernüchternden Satz: "Arthrose ist nicht heilbar".

Meine Prinzessin, meine kleine Maus, mein Fels in der Brandung, mein Ein und Alles soll also an fortgeschrittener Arthrose leiden.

Alles in mir hat sich gegen diesen Befund gesträubt. Woher kommt das denn? Stundenlang habe ich das Internet durchforscht nach Informationen über Arthrose.

In Spanien war doch alles gut… der ansässige Tierarzt hat Candida angeschaut und auf die Formulare geschrieben, dass sie ein kerngesundes Pferd ist. Ich habe das Schwarz auf Weiss vor mir liegen… ich Naivchen…

Meine starke Verweigerung der Tatsachen wechselte zu einer unendlichen Trauer und ein kaum aushaltbares Gefühl der Hilflosigkeit. Danach folgte eine tiefe Wut.

«Die Verkäufer sind schuld! Sie haben mich belogen. Candidas Bein muss schon in Spanien kaputt gewesen sein.»

Ich habe tatsächlich meine Rechtsschutzversicherung eingeschaltet und die Vorbesitzer von Candida zu einer Stellungnahme und einer Rückerstattung aufgefordert.

Ich bekam diese herzlose Stellungnahme: «Hätten Sie sich früher bei uns gemeldet, hätten Sie das Pferd zurückgeben können»… also ob das für mich in Frage gekommen wäre. Zurück nach Spanien oder direkt in die Metzgerei?! Rückerstattung? Dieses Wort scheint man in Spanien nicht zu kennen.

Mein nächster Aufstand wendete sich gegen die Mediziner: «Auch die Tierärzte in Zürich taugen nichts! Haben sie doch einfach mein armes Mädchen auf den OP-Tisch gelegt, nur um 1,5 Jahres später festzustellen, dass sich das Hauptproblem in einem ganz anderen Gelenk befindet.»

Ungefähr zwei Jahre habe ich ein Wechselbad der Gefühle erlebt. Ich habe tausend Therapien ausprobiert (Details folgen) und hab mich unendlich alleingelassen gefühlt. Niemand konnte mir und meiner Candida wirklich helfen.

Ich hätte mir in dieser Zeit so sehr jemanden gewünscht, der mich wirklich verstanden, mich an die Hand genommen und mir Lösungswege aufgezeigt hätte.

Wart ihr selber mit eurem vier- oder zweibeinigen Partner auch schon einmal in einer solchen Situation. Was hätte euch geholfen? Gibt es etwas, das euch in der schwierigen Lage geholfen hätte?



So schnell gebe ich nicht auf!

Nein, das kann nicht sein! Ich glaube das einfach nicht. Ich werde einen Weg finden, sie zu heilen! So begab ich mich auf eine lange Reise der schier unendlichen Suche nach einer Heilungsmöglichkeit.

Kurz gefasst habe ich folgende vielversprechende Behandlungsmethoden ausprobiert: Cortison- und diverse Hyaluronspritzen direkt ins betroffene Gelenk, Nahrungszusätze (Hyaluron, Glukosamin, Chondroitin, , MSM, Muschelpulver, Weidenrinde, Weihrauchpulver, Ingwer, Hagenbutte, OPC, usw.), Blutegel, Elektrotherapie, Schmerzmittel, Salben, Lehm, Bandagen.


Nach einiger Zeit habe ich mich dann endlich gewagt, mich an Therapeuten zu wenden.

Zu Beginn hatte ich ehrlich gesagt grosse Angst vor diesen Terminen. Was war, wenn die Therapeuten sagen, Candida sei nicht mehr zu retten und ich soll sie über den Regenbogen schicken?

Doch zu meiner Verwunderung geschah das Gegenteil! Die Pferdeosteopathin Nadine Saxer und die Pferdephysiotherapeutin Priska Hirt haben Candida und mich sehr professionell begleitet. Sie haben Candidas Schmerzen gelindert und uns ermutigt nach vorne zu schauen. Sie haben uns gezeigt, wie wir trotz Arthrose ein gutes Leben führen können. Worauf ich Rücksicht nehmen muss und auch, wo ich Candida mehr zutrauen darf.

Sie beide haben mich sehr inspiriert, den Weg einzuschlagen, den ich heute gehe.

Ihnen und meiner geliebten Candida bin ich unendlich dankbar dafür.



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