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Halbzeit - Spanientour mit meinem Dad

Heute seit zwei Wochen bin ich nun mit meinem Vater unterwegs. Das heisst wir haben bereits die Hälfte unserer Reise hinter uns. Was wir alles in dieser Zeit erlebt haben, unglaublich. Wir entdecken neue, wunderschöne Orte und sind einfach nur glücklich, so eine Reise miteinander machen zu dürfen.


Für unsere Reise habe ich T-Shirts machen lassen, nicht, dass es noch zu Verwechslungen kommt...

Am 31.03 fuhren wir von Illnau los nach Pavia, das ist eine kleine Ortschaft in Italien. Am zweiten Tag gings dann weiter nach Genua, wo wir die Fähre in Richtung Barcelona nahmen. Den Nachmittag und den Abend auf der Fähre habe ich erstaunlich gut überstanden, auch die Nacht verlief ohne Seekrankheit. Am Morgen wars dann nicht mehr ganz so lustig. Natürlich war ich auf meine Übelkeit vorbereitet und hatte Tabletten dabei. Die nützten Gott sei Dank auch.



Unser erster Camping befand sich 20min von Barcelona entfernt, wir hatten keine Lust mehr auf eine lange Fahrt. Dieses Muschelherz habe ich Morgens vor 07.00Uhr gemacht, ich war fast alleine am Strand. Was für ein Start in meine Reise.


Danach gings weiter in die Ortschaft Eucaliptus. Mein Dad wollte unbedingt Flamingos in freier Wildbahn sehen. Das haben wir dann auch geschafft, wir haben bestimmt über 100 dieser Vögel gesichtet. Und am Abend, als wir unseren Abendspaziergang machten, haben wir tatsächlich noch neun Stück über das Meer fliegen sehen, bei Sonnenuntergang. Wie kitschig... :)





Nach zwei Nächten gings weiter ins Landesinnere. Am Meer bleiben war unmöglich, wir hatten vergessen das Ostern sind und die Spanier in dieser Woche Ferien hatten. Dementsprechend war alles ausgebucht.


Als nächstes fuhren wir in das Städtchen Alcaniz. Geparkt haben wir auf einem Stellplatz. Da wir jeweils für zwei Nächte autark sein können, (bis unsere WoMo-Toilette voll ist) müssen wir nicht immer auf Campingplätzen übernachten, sondern können auch auf Parkplätzen stehen. Natürlich nur, wenn es nicht verboten ist.

Dann gings weiter nach Escatron. Unser Stellplatz lag direkt am Ebro und wir waren die einzigen, die hier übernachteten.


Weitergefahren sind wir dann nach Massaluca und blieben dort für drei Nächte. Am ersten Tag haben wir eine Wanderung gemacht. Mein Dad durfte dabei die Vorteile von Wanderstöcken entdecken. :)

Am zweiten Tag machten wir eine Bootstour. War ein echt tolles Erlebnis! Wir haben sogar einen Hirsch vom Boot aus gesehen.


Weiter gings von Massaluca nach Aliaga. Wohl einer der schönsten Strecken, die ich in meinem bisherigen Leben gefahren bin. Danke Mike für den Tipp, ohne dich hätten wir diese Strecke niemals gefunden. Und wenn wir sie gefunden hätten, hätten wir uns wohl nicht getraut, diese mit dem Wohnmobil zu befahren...


In Aldehuela hatten wir auf einem Stellplatz übernachtet. Dieser befand sich nur 3km vor Aliaga. Auch diesen Stellplatz hatten wir nur durch Zufall gefunden. Am nächsten Tag sind wir in einer Schlucht wandern gegangen. Die ausgeschilderten Wanderzeiten von 35min haben wir um ganze 1.5h überschritten... Ich glaube, die Leute, die diese Schilder angeschrieben haben, haben diese Wanderung nie selbst gemacht. :) Oder mein Vater muss noch ein bisschen üben, mit seinen Wanderstöcken umzugehen...


Nach dieser unglaublichen Wanderung fuhren wir die besagten 3km ins nächste Dorf. Dort hatte es einen Camping und wir mussten dringend duschen. Mit unseren vom Staub schwarzen Beine konnten wir unmöglich ins Bett liegen. Auf unserem allabendlichem Spaziergang hatten wir wieder eine unglaubliche Aussicht, man kann es nicht mit Worten beschreiben.


Danach fuhren wir in ein Bergdorf in Albarracìn. Wir hatten Glück, dass wir an einem Donnerstag dort waren und nun keine Ferien mehr sind, es hat sich mit den Touristen in Grenzen gehalten.


Und heute sind wir in der Nähe von Contreras angekommen. Hier bleiben wir nun zwei Nächte. Morgen gehen wir auf Entdeckungstour, mein Dad nimmt sicherheitshalber die Wanderstöcke mit, man weiss ja nie wo man noch landet.


Mein Fazit von den letzten zwei Wochen: Grenzgeniales Erlebniss, mit seinem eigenem Vater so eine Reise erleben zu dürfen! Ich weiss, dass dies nicht selbstverständlich ist und geniesse jeden Moment, den wir zusammen haben.


Für mich war es aus diversen Gründen die beste Entscheidung, diese Reise vor meinem eigentlichen Weltreisestart zu machen. Erstens, ich sehe, welche Kleidung ich sehr viel anhabe, diese kommt auf die Weltreise mit. Zweitens, ich kann ein bisschen besser mein Budget einschätzen, welches ich mir monatlich gesetzt habe. Drittens, ich merke, wie schnell mein Handyakku zu Ende geht, wenn ich andauernd Google Maps offen habe. Da muss ich vorsichtig sein, meine Powerbank wird nicht ewig halten. Viertens, ich habe wirklich Zeit mir Gedanken zu machen, was ich auf meine Weltreise mitnehmen muss. Und zu guter Letzt, ich kann mich nochmals von den wichtigsten Menschen verabschieden, bevor ich nach Kanada fliege. Ich habe noch ein paar wenige Tage, die ich Zuhause bin, bevor`s dann richtig los geht. Das ist mir sehr wichtig und ich bin froh, das alles so organisiert zu haben.



Eure Nicole, die total zufrieden ist und Schritt für Schritt lernt, im Moment zu leben.


"Ein Vater ist weder ein Anker, der uns zurückhält, noch ein Segel, um uns fort zu bringen, sondern ein Leitlicht, dessen Liebe uns den Weg weist." unbekannt



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